Wat kütt? Dat kütt! VI

Diese Übersicht wollte ich eigentlich jedes Jahr erstellen. Weil ich sie aber öfter vergessen habe als dran gedacht, bin ich jetzt, fünfzehn Jahre nach Beginn meiner Bloggerkarriere, erst bei Zählernummer 6 angekommen. Aber da ich so lange nicht gebloggt habe und es praktisch zu keinem meiner aktuellen Projekte eigene Blogbeiträge gibt, kommt hier zumindest schon mal die Übersicht.

Meine großen Pläne für 2021 sehen nämlich vor, ganz viele angefangene Werke endlich fertigzuschreiben – und »angefangen« heißt in diesem Zusammenhang mindestens einen gewonnenenen Nanowrimo, in vielen Fällen sogar »eigentlich fehlen nur noch ein, zwei Szenen« – ich bin berüchtigt dafür, so gut wie fertige Bücher jahrelang liegenzulassen, weil ich Angst habe, den Schluss zu ruinieren oder schlichtweg noch keine Idee dafür habe. Ehe ich also freudestrahlend hier im Blog verkünde, dass dieses oder jenes Projekt fertig ist, hier zumindest eine schnelle Vorstellung der weitgehend unbekannten Kandidaten:


Works in Progress

Diese Liste ist voller alter Bekannter – darunter sechs Bücher, die 2021 wirklich langsam mal fertig werden sollen. Schließlich will ich Schluss machen und mich endlich wieder ohne Schuldgefühle in neue Geschichten verlieben.

Das gefälschte Land
Genre: High Fantasy
Die Neraval-Sage, Drittes Buch. Zwei gewonnene Nanos haben dieses Buch vorangetrieben, eine schwere Depression hat es ausgebremst.… Weiterlesen

Wat kütt? Dat kütt! V

Seit bald zwölf Jahren führe ich ein Schreibblog, und irgendwann habe ich mir angewöhnt, das neue Jahr mit einem Ausblick auf meine Projekte zu beginnen, an denen ich zu schreiben gedenke. Das ist üblicherweise eine Aufzählung meiner Werke in Arbeit mit dem Vermerk, was davon mit welcher Priorität gefälligst endlich fertig werden soll. Bloß, irgendwie ziehen sich durch die letzten Jahre die immer gleichen Titel, ohne dass sie jemals fertig gewordnen wären. Ich bin eine Autorin mit vielen Eisen im Feuer und mit vielen neuen Ideen. Ich schreibe immer noch genug fertig, um eine Schublade voller durchaus gelungener Manuskripte zu haben und meine Agentin immer etwas von mir anzubieten hat. Aber ich schreibe gerne ohne den Zwang, dass ein Buch wirklich unbedingt bis dann-und-dann fertig zu sein hat. Meine Bücher müssen das Recht haben zu scheitern, das Recht zu ruhen.

Die Spiegel von Kettlewood Hall auf Basis von Exposée und Leseprobe zu verkaufen, hat mir vor Augen geführt, dass etwas, das für andere Autoren wunderbar klappt, nicht automatisch auch für mich existiert. Nicht die Deadline war das Problem, aber dass der Plot gezwungen war zu funktionieren, die Figuren gezwungen zu kooperieren. Ich konnte das Buch nicht einmal ein halbes Jahr oder drei beiseitelegen und etwas anderes schreiben.… Weiterlesen

Wat kütt? Dat kütt! IV

Silvester steht vor der Tür – Zeit für meine jährlichen guten Schreibvorsätze, aka. WKDK: Die Liste der Werke-in-Arbeit, die aus dem alten Jahr ins Neue mitgenommen werden. Das heißt nicht, dass die alle jetzt fertig werden müssen – aber zumindest ein paar von ihnen will ich hier in einem Jahr nicht mehr sehen. Namentlich diejenigen, die schon auf meinem letzten, vorletzten und drittletzten WKDK gestanden haben, meinen Schreibvorsätzen für 2011. Die umfassten damals nur sechs Titel – und zwei von denen sind immer noch nicht fertig. Inzwischen ist die Werksliste auf zehn Bücher angestiegen (zwischenzeitlich waren es mal dreizehn …) – und auch wenn ich schon des öfteren gegen meinen Grundsatz verstoßen habe, nur dann etwas Neues anzufangen, wenn auch etwas Altes fertiggeworden ist: Diesmal meine ich es ernst. 2016 gibt es also von mir:

Die Spiegel von Kettlewood
England, 1871. Iris Harding ist erst vierzehn Jahre alt und hat doch schon länger als ihr halbes Leben in der Textilfabrik gearbeitet, als ihre Mutter stirbt und sie noch ärmer als zuvor zurücklässt. Mit einer alten Schachfigur, die sie im Nachlass der Mutter gefunden hat, macht sich Iris auf zum Herrenhaus Kettlewood in Essex, wo die Mutter einmal gearbeitet hat und wo auch Iris‘ leiblicher Vater zu finden sein muss.… Weiterlesen

Wat kütt? Dat kütt! III

Warum war das Schreibjahr 2013 so ein Flop? Ganz einfach: Weil ich zum Jahreswechsel mein jährliches WKDK verpennt habe. Damit mir das in diesem Jahr nicht noch einmal passiert, ist hier nun die Liste derjenigen Werke, an denen ich 2014 zu arbeiten gedenke. Und es ist eine lange Liste. Kein einziges neues Buch ist dabei, nur Baustellen, die sich in den letzten Jahren angehäuft haben, und weil im vergangenen Jahr nichts fertig geworden ist, bin ich jetzt wirklich im Zugzwang. Schon jetzt habe ich fast für jeden Monat des Jahres eine neue Baustelle – und das heißt, ich darf wirklich nichts neues anfangen, bevor nicht ein, besser mehrere Bücher von der Liste abgearbeitet sind. Das, oder ich muss Projekte in Rente schicken – und das will ich wirklich nicht. Es geht ja nicht um Bücher, die nach einem Probekapitel gescheitert sind, sondern um lauter Ideen, die es schon auf mehr als hundert Seiten gebracht haben und mir zu lieb zum Begraben sind. Sie alle bringen Probleme mit sich, jedes hakt und klemmt auf seine eigene Art – aber sie sollen geschrieben werden, und auch wenn sicher nicht jedes einzelne von ihnen 2014 fertig werden kann, hoffe ich, dass ich zum Jahreswechsel doch das eine oder andere abzuhaken habe.… Weiterlesen

Wat kütt? Dat kütt! II

Das Schreibjahr 2011 war ohne Zweifel das fruchtbarste meines ganzen Lebens. Nicht nur habe ich mein Jahresziel von 500.000 Wörtern am Ende so locker erreicht, dass ich den Dezember über ruhig ausklingen lassen konnte und keinen Endspurt hinlegen musste, vor allem aber habe ich drei Romane fertiggestellt, einen davon mit über achthundert Seiten, habe einen Roman abgeliefert, der auch nach der Buchmesse positive Resonanz bei den Verlagen hervorgerufen hat, und habe erkannt, dass Schreiben das ist, womit ich den Rest meines Lebens verbringen möchte. Aber das beste ist, dass ich keinen Zweifel daran habe, im Jahr 2012 das Ergebnis nochmal zu übertreffen. Nicht unbedingt an Quantität – 500.000 Wörter sind eine schöne Menge, das muss nicht unbedingt mehr werden – aber doch an Qualität. Ich bin schon gut, aber ich kann und muss mich immer noch steigern. Und so folgen nun, nach meinen letztjährigen Guten Schreibvorsätzen, die ich fast alle eingehalten habe, die Werke in Arbeit, die ich ins neue Jahr mitnehmen werde.

Mohnkinder
Als ein Geniestreich hat sich mein Nanowrimo-Neuzugang in diesem Jahr erwiesen. Mit weniger als zehn Tagen zwischen Idee und Drauflosschreiben hätte das Schlimmste dabei herauskommen können, aber tatsächlich ist mir Percy ans Herz gewachsen wie lange kein Held mehr, die Recherchen machen Spaß, der Plot kommt gut an, und sogar meine Eltern waren vom Konzept überzeugt, eingeschlossen meinen Vater, der noch nie etwas von mir hat lesen mögen.… Weiterlesen

Wat kütt? Dat kütt!

Akut leide ich unter Buchschlußpanik. So nenne ich es, wenn ich mit einem Projekt in den letzten Zügen liege und absehbar ist, daß ich mich von einer liebgewordenen Story und noch lieber gewordenen Figuren verabschieden muß. Aber hier trifft das Ganze auch noch mit dem Jahresende zusammen, die Guten VorsätzeTM stehen ins Haus, und im 2011 gedenke ich nicht weniger als 500.000 Wörter zu schreiben – also, was tue ich, wenn Geigenzauber fertig ist? Antwort: Das, was ich jeden Tag tue: Die Weltherrschaft erobern! Nein, Spaß beiseite: Hier ist ein Überblick über meine Werke in Arbeit und die Kopfkinder, an denen ich im kommenden Jahr zu arbeiten gedenke.

Die Gauklerinsel
Eigentlich träume ich davon, dieses Buch noch 2010 fertigzuschreiben, aber ehrlich gesagt sieht es mehr danach aus, als ob ich den Schluß mit ins neue Jahr nehme: In dieser klaustrophoben Mantel-und-Degen-Fantasy mit sozialdarwinistischem Touch treffen der einäugige Bandit Roashan, sein ausgesprochen toter Kumpel Shaun und die verrückte Halbmeerfrau Maris erst auf Verschwörer, dann auf die Zitadelle und endlich auf die Edlen, welche die Geschicke aller Menschen auf der Insel bestimmen. Bitterer Humor trifft auf bitteren Ernst, Terry Pratchett auf Dashiell Hammett, liebevoll verpackt in Form und Rahmen einer griechischen Tragödie. Gegenwärtig vielleicht das Beste, was ich jemals geschrieben habe, aber in jedem Fall das, was durch die Bank die besten Leserreaktionen hervorgerufen hat.… Weiterlesen