Neu! Das Gefälschte Siegel

Wie ich schon sagte, brauche ich eine Elomaran-Pause. Auch wenn mir das siebte Kapitel im Moment ganz gut gefällt und die Arbeit nicht schlecht von der Hand geht – Dannen ist doch recht pflegeleicht, und auch das Kriegsgetümmel habe ich jetzt erstmal hinter mir gelassen. Aber ich sehne mich danach, etwas anderes zu machen, und ich würde tatsächlich gerne mal wieder ganz klassische Fantasy schreiben. Richtig untrendige Sword-and-Sorcery-Geschichte, wie ich sie früher in Stapeln verschlungen habe. Und heute kam mir dann auch in den Kopf, was ich gerne schreiben würde: Das Gefälschte Siegel.

Wer dieses Blog seit Anfang an verfolgt, also jetzt seit vier Jahren, dem wird dieser Titel bekannt vorkommen. Damals plante ich einen Genremix mit Namen Die Welt in der Wühlkiste, in dem eine Buchhändlerin in einen Fantasyroman versetzt wird. Das hat nicht geklappt. Meine Heldin machte keinen Spaß, und die schöne Hintergrundgeschichte konnte ich nur mit zynischem Auge nacherzählen, wodurch zu vieles verlorengegangen ist. Nach ganzen elf Seiten habe ich das Projekt zu Grabe getragen. Und das war es dann, für die nächsten vier Jahre.

Aber ganz ehrlich? Die Idee war nicht schlecht, ich meine die Idee des Buches im Buch. Klassisch, aber nicht abgedroschen. Eine Grundidee, aus der man viel machen kann, ganz klassisch, ohne Vampire, ohne Engel.… Weiterlesen

Sechstes Kapitel: Erbe wider Willen

Ich habe es ja schon im letzten Eintrag angedeutet: Die Arbeit an den Chroniken der Elomaran fühlt sich im Moment sehr nach Arbeit an, aber ich werfe nicht die Flinte ins Korn, sondern kämpfe mich mit dem Kopf voran durch diese Durststrecke. Und so habe ich nun das nächste Kapitel fertiggestellt, das dritte, seit Christoph mit mir den Plot durchgeplant hat, und von der damals erstellten Liste habe ich inzwischen die Hälfte abgearbeitet. Das bedeutet, ich bin an einer Stelle in Falkenwinter angekommen, von der ich gedacht habe, sie würde irgendwo am Anfang stattfinden (ursprünglich hatte ich sogar mal geplant, das noch in Dämmervogel reinzunehmen, aber das machte keinen Sinn), statt dessen aber gut die Mitte des Buches darstellt. Ich bin noch nicht ganz sicher, aber ich glaube, das Buch ist jetzt halb fertig, ebenso wie die Zeit zwischen Jahresbeginn und Sommer jetzt gut halb rum ist.

Nach dem actiongeladenen fünften Kapitel mit seinen Schlachten, Blitz und Donner, ist das sechste dann wieder typischer für mich und stellenweise recht statisch geraten, und ob es mir gefällt, kann ich noch nicht beurteilen. Es hat viel Varyn, der viel denkt und zaudert, und ich mußte mir relativ schnell vier Generäle aus den Rippen schneiden, die zwar nur Nebenrollen spielen, aber trotzdem eigene Namen brauchen – da habe ich mich kurzerhand auf mein Hobby, den Eurovision Song Contest, besonnen, und mir von den Bandmitgliedern der bosnischen Gruppe Regina, die letztes Jahr in cremeweißen Uniformen à la Napoleon aufgetreten waren und darum zur militärischen Tendenz passen, die Vornamen ausgeborgt.… Weiterlesen

Aus den Ohren, aus dem Sinn

Nicht weniger als zweihundertdreißig Seiten habe ich seit Anfang des Jahres für Falkenwinter zu Papier gebracht, und man sollte meinen, daß ich gut im Rennen bin und meinem Ziel, das Buch im Sommer fertig zu haben, einen Schritt näher. Aber auf einem ganz anderen Blatt steht das Vergnügen. Und bei allem Erfolg ist es damit im Moment nicht weit her. Die Kapitel, die ich zur Zeit schreibe, fühlen sich an, als wären sie nur Platzhalter für andere, bessere Texte, die ich irgendwann einmal schreiben werde. Die Luft ist halbwegst raus, und eigentlich bräuchte ich eine längere Pause, um Abstand von den Elomaran zu gewinnen, meinen Plot in Ruhe durchzuplanen und mein Herz wieder in die Sache zu stecken.

Aber einfach nichts schreiben, das kann ich mir nicht erlauben. Ich habe den T12 ins Leben gerufen, ich habe mich mit einem Ziel von 410.000 Wörtern verschrieben, und nicht nur weil ich mit gutem Vorbild vorangehen muß und mich mit Katharina »Elena« Stegen in erbittertem Kampf um die Wortzahlen befinde, muß ich am Ball bleiben. Denn ich ahne, sobald ich das einmal einreißen lasse, komme ich nie wieder in den Rhythmus rein. Also muß ich schreiben, schreiben, schreiben.

Bleibt also nur, etwas anderes zu schreiben.… Weiterlesen