Sechstes Kapitel: Erbe wider Willen

Ich habe es ja schon im letzten Eintrag angedeutet: Die Arbeit an den Chroniken der Elomaran fühlt sich im Moment sehr nach Arbeit an, aber ich werfe nicht die Flinte ins Korn, sondern kämpfe mich mit dem Kopf voran durch diese Durststrecke. Und so habe ich nun das nächste Kapitel fertiggestellt, das dritte, seit Christoph mit mir den Plot durchgeplant hat, und von der damals erstellten Liste habe ich inzwischen die Hälfte abgearbeitet. Das bedeutet, ich bin an einer Stelle in Falkenwinter angekommen, von der ich gedacht habe, sie würde irgendwo am Anfang stattfinden (ursprünglich hatte ich sogar mal geplant, das noch in Dämmervogel reinzunehmen, aber das machte keinen Sinn), statt dessen aber gut die Mitte des Buches darstellt. Ich bin noch nicht ganz sicher, aber ich glaube, das Buch ist jetzt halb fertig, ebenso wie die Zeit zwischen Jahresbeginn und Sommer jetzt gut halb rum ist.

Nach dem actiongeladenen fünften Kapitel mit seinen Schlachten, Blitz und Donner, ist das sechste dann wieder typischer für mich und stellenweise recht statisch geraten, und ob es mir gefällt, kann ich noch nicht beurteilen. Es hat viel Varyn, der viel denkt und zaudert, und ich mußte mir relativ schnell vier Generäle aus den Rippen schneiden, die zwar nur Nebenrollen spielen, aber trotzdem eigene Namen brauchen – da habe ich mich kurzerhand auf mein Hobby, den Eurovision Song Contest, besonnen, und mir von den Bandmitgliedern der bosnischen Gruppe Regina, die letztes Jahr in cremeweißen Uniformen à la Napoleon aufgetreten waren und darum zur militärischen Tendenz passen, die Vornamen ausgeborgt. Also, nicht alle, ich will ja nicht, daß die mich mal aus Sarajewo abmahnen, aber zumindest inspirieren habe ich mich lassen, und dann ging es darum, die neubenamten Generäle nicht wieder durcheinanderzubringen – es ging ja nicht an, wenn der Skeptiker eine halbe Seite später Varyn erklärt, was ein Engelsurteil ist.

Zwischendurch habe ich so sehr gehangen, daß ich etwas getan habe, was ich eigentlich nie mehr machen wollte: Ich habe das Kapitel liegen lassen und mit dem nächsten angefangen. Zum Glück habe ich mir dann doch den Tritt gegeben, erst einmal das sechste Kapitel fertigzuschreiben, ich will schließlich nicht, daß mitten im Buch ein Loch klafft; es reicht schon, daß ich das fünfte Buch vor dem vierten angefangen habe, ein Fakt, der gegen Ende des Jahres endgültig passé sein soll, wenn beide Bücher fertig sind und ich mich an Band sechs mache. Aber noch ist es nicht so weit. Noch stecke ich mitten in Falkenwinter. Und egal, ob das nur eine Übergangsversion ist oder doch schon die Endfassung, hier ist nun das Sechste Kapitel.

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