Der Speck muss weg

Bereits im Dezember habe ich angekündigt, dramatisch abnehmen zu wollen, und seither habe ich glorreich ungefähr zwei Kilo verloren. Nicht weltbewegend, wirklich, vor allem, wenn man bedenkt, daß man Nicht-Diät-haltender Freund im Vergleichszeitraum an die sieben Kilos verloren hat. Bei höherem Ausgangsgewicht, aber trotzdem, das wurmt. Aber wer sich nicht bewegt, so wie ich normalerweise, der nimmt auch nicht ab. Und weil meine Gesundheit gefährdet ist, mache ich jetzt Nägel mit Köpfen: Ich habe mich in einem Fitness-Studio angemeldet. Mehr noch: Ich war sogar schon mal da.

Heute wurde ich also auf meine Ausgangssituation untersucht. Da galt es, die Pobacken feste zusammenzukneifen und die harten Wahrheiten zu schlucken – nach zehn, fünfzehn Jahren ohne sportliche Betätigung, wo soll ich da Fitness hernehmen? Der Körper ist eingerostet und unbeweglich, das wußte ich ja, aber das Schlimmste war die Körperfettmessung. So schön konnte ich mir immer einreden, daß das doch bestimmt alles Wassereinlagerungen wären, nur wegen der Medikamente, die sind Schuld… Nein, sind sie nicht. Und das ist kein Wasser. Mit einem Anteil von 46% steht mein Körperfett kurz vor der Regierungsbildung. Zum Vergleich: In meiner Altersgruppe zählt alles über 29% als schlecht. Und diesen Wert übertreffe ich nochmal um die Hälfte. Positiv formuliert: Ich habe eine Menge Potenzial fürs zukünftige Training.

Dann hat die Sportlehrerin meinen Trainingsplan aufgestellt. Leichte Übungen für Anfänger, extraleicht für mich mit meiner Schwierigkeit, mir Bewegungsabläufe einzuprägen. Es erfordert eine Menge Konzentration für mich, auf einem Hocker zu sitzen, Rücken leicht im Hohlkreuz, Bauchnabel eingezogen, Schultern runter und dann auch noch atmen – und dabei hat die Übung selbst, ein Gewicht hochziehen, noch nicht mal angefangen! Aber zumindest heute habe ich alles kapiert und war am Ende sehr erstaunt. Ich hatte ja mit dem Schlimmsten gerechnet, aber statt dessen ist mein Puls nicht über 140 gestiegen, ich habe immer Luft bekommen, bin nicht in Schweiß oder Panik ausgebrochen und war hinterher angenehm erfrischt. Und es hat Spaß gemacht! Von jetzt an wird jede Woche zweimal trainiert. Und den Bauch-Beine-Po-Kurs, den mache ich außerdem. Der Körper wird es mir danken.

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