Wenn Dummheit weh täte …

Hier bin ich, die Königin der Backups. Die große Mahnerin und Warnerin, die im Forum immer wieder Sätze von sich gibt wie »Denkt daran, immer alles zu Backuppen!« und »Ihr könnt euren Text hier im Forum hochladen, dann geht er nicht verloren!« Und warnend und mahnend habe ich auf die armen Autoren hinuntergeblickt, die es geschafft haben, kostbare Wörter zu verlieren, durch Dummheit und fehlende Backups… Aber neben dem Nanowrimo habe ich zur Zeit noch ein anderes Lieblingsspielzeug, und das ist mein neuer Laptop. Der erste eigene Laptop meines Lebens. Ich hege ihn, pflege ihn, und betreibe ihn mit Ubuntu Linux. Er hat eine vierzig-Gigabyte-Festplatte, was mir erst viel zu groß vorkam, bis ich auf die Idee kam, auf die 15GB-Partition, die ich am Ende übrig hatte (15GB fürs System, 9GB für /home und 1GB für SWAP) meine Musik zu packen. Filme und Spiele haben auf dem Laptop nichts zu suchen, aber gibt es etwas schöneres, als meine Kollektion an Folk- und Rock-CDs, umgwandelt in OGG-Dateien von bester Qualität, während des Schreibens hören zu können? Und so wurde die letzte Partition dann unter /media/musik eingehängt.

Doch die 15GB stießen schnell an ihre Grenzen – und als ich heute meine frisch eingetroffene John-Renbourn-Group-CD nach erfolgreichem Auslesen auf dem Läppi einspielen wollte, war die Musikpartition schon voll.… Weiterlesen

Die rätselhafte Monatsschrumpfung

Es ist schon traurig genug, daß der Nanowrimo im November stattfindet und nicht im Oktober, wo man immerhin einen ganzen Tag mehr zur Verfügung hätte. Ein Tag mehr oder weniger, das macht schon etwas aus. Aber für mich gelten jetzt neue Regeln, und die sind noch viel härter. Für mich hat der November nämlich plötzlich nur noch neunundzwanzig Tage. Und das, nachdem ich achtzehn Tage lang so gewirtschaftet habe, als wären es dreißig. Jetzt muß ich Gas geben und auf den letzten elf Tagen durchstarten, um einen Tag früher fertig zu sein als alle anderen.

Und wie kommt es zu dieser rätselhaften Monatsschrumpfung? Zeitverschiebung? Umstellung auf die Winterzeit? Natürlich nicht. Die Antwort heißt »Erstes Dezemberwochenende«. Schon seit Anfang Oktober weiß ich, daß ich am ersten Dezemberwochenende zusammen mit meinem Freund nach Offenburg fahre, um mit zwei guten Freundinnen unsere jährliche D&D-Runde zu spielen. Erst im Dezember, natürlich, damit ich unbehelligt den ganzen November über schreiben kann.

Und weil das Kind [ich] nicht in der Lage ist, in einen Kalender zu schauen, ging ich natürlich davon aus, daß sich das erste Wochenende schön im Dezember befindet, am besten irgendwie mittig, und nicht ganz am Rand. Der Freitag des ersten Dezemberwochenendes ist kein Dezembertag.… Weiterlesen

Du sollst nicht träumen!

Es hätte ein schöner Aprilscherz werden können, aber tatsächlich habe ich die nun folgenden Ereignisse heute Nacht geträumt. Ungefähr wörtlich: Dannen macht sich als Privatdetektiv selbstständig und spürt gewerbsmäßig nymphomanen Schulmädchen nach, die in Mietwagen schlimme Dinge mit dem Schaltknüppel tun…

Schmerzerfüllt und peinlich berührt wurde ich wach und wußte, daß ich ein Problem habe. Mein Kapitel klemmt. Es klemmt schon seit ein paar Tagen. Mehr als eine Woche schon habe ich nichts geschrieben. Das belastet mein Gewissen. Aber muß es sich dafür mit peinlichen Träumen rächen? Ich will ja weiterschreiben. Mendrion ist auch schon in den Audienzsaal eingetreten. Der nun folgende Dialog mit dem König war vor einer Woche noch schon im Kopf ausformuliert. Nun ist er fort, ich habe eine dicke Erkältung und seltsame Träume. Der April kann nur besser werden!… Weiterlesen

Spendenaufruf

Wem das Buch gefallen hat, der ist eingeladen, einen kleinen Betrag in meinen virtuellen Hut zu werfen. Damit hoffe ich die Kosten, die mir für den Webspace entstehen, zu tragen – tatsächlich fällt es mir zunehmend schwerer, über die Runden zu kommen, als ich gerne zugebe, und während ich mich von den großen Wünschen, wie einem neuen Flachbildschirm, leichten Herzens verabschieden konnte, rücken nun die monatlichen Fixkosten zunehmend in mein Visier – und dazu gehört auch der Unterhalt meiner Internetseiten.

Um ein Engelsförderer zu werden, gibt es zwei Möglichkeiten – die eine ist natürlich der Kauf meines Buches oder noch besser meiner Bücher, aber wem das zu teuer ist, der kann hier via Paypal einen kleinen Betrag, vielleicht ein oder zwei Euro, spenden: Auf der Startseite dieses Blogs, unter dem Impressumslink, ist ein kleiner Button dafür. Ganz unauffällig – die Seite soll ja werbefrei bleiben. Ähnliche dezente Hinweise befinden sich auch auf der Download- und Hörbuchseite.
Ich hoffe, daß sich durch einen neuen Arbeitsplatz meine wirtschaftliche Situation wieder erholt,
und dann wird dieser Bettelbutton auch umgehend wieder verschwinden. Bis dahin
aber hoffe ich auf eure Unterstützung.… Weiterlesen

Freudsche Fehlleistung

Weit ist es mit mir gekommen, sehr weit. Vor zwölf Jahren zog ich, das Abitur in der Tasche, aus meiner heimatlichen Stadtbücherei fort nach Köln, um die beste Bibliothekarin der Welt zu werden. Es sollte ein Abschied auf Zeit sein – denn nach meinem Studium wollte ich dort arbeiten, dort und sonst nirgendwo. Und nun ist es soweit, ich bin zurückgekehrt an diesen Ort der glücklichen Stunden, um dort zu arbeiten. Doch es sollte eine Rückkehr in Lumpen werden.

Die Dülmener Stadtbücherei bedeutet mir viel. Hier habe ich als Achtjährige Schallplatten gehört und Enid-Blyton-Bücher ausgeliehen. Hier habe ich als Dreizehnjährige die Stunden verbracht, bis der Bus fuhr. Hier habe ich als Siebzehnjährige mein erstes Geld verdient, sechs Mark die Stunde an der Verbuchungstheke und beim Mahnungenschreiben. Hier habe ich meine Zukunft geplant. Als die Bücherei 1994 in einen Neubau umzog, war ich dabei um zu helfen und mitanzupacken. Ein bißchen wehmütig nahm ich von dem alten Gebäude Abschied und setzte ihm Jahre später ein kleines Denkmal, als sich Halan in der leeren Bibliothek einschloß – große leere Räume, in denen der Geruch von Büchern noch in der Luft hängt: Ich weiß, wie sie sich anfühlen. Als Studentin gab ich nochmal ein kleines Gastspiel, 1995, als Praktikantin.… Weiterlesen

Das Monster und sein Autor

Als Maja zwölf Jahre alt war, beschloß sie, von zuhause auszureißen. Alles war schrecklich – die anderen Kinder tyrannisierten sie, und ihre Eltern hatten die jüngeren Geschwister viel lieber, und überhaupt – konnte sie überhaupt etwas anderes tun, als davonlaufen?

Und so stand sie nachts auf, zog ihren Anorak an und ihre Schiffermütze, die sie so sehr liebte und für die sie von allen ausgelacht wurde, und steckte ihr Geld ein und ihr Kindersparbuch, und verließ leise und unbemerkt das Haus, um in die weite Welt hinauszuziehen.

Sie kam bis ans Ende der Straße, wo auf der Ecke ein großer Busch wuchs. Sie versteckte sich in diesem Busch, um dort zu warten bis zum anderen Abend – denn sie rechnete damit, daß ihre Eltern sie überall suchen würden, in der Nachbarstadt und darüber hinaus, aber sicher nicht in einem Gebüsch am Ende der eigenen Straße. Erst am übernächsten Tag würde die Luft rein sein und die Welt bereit, sie aufzunehmen…

Maja hielt es zwanzig Minuten in ihrem nächtlichen Gebüsch aus. Dann wurde das Heimweh zuviel, und sie ging zurück, hängte den Anorak an die Garderobe, packte das Sparbuch zurück in die Schublade, und ging zu Bett. Und bis zum heutigen Tag weiß niemand aus ihrer Familie, daß es einen Tag gab, an dem Maja davonlief.… Weiterlesen

Garden of the Lost

Also gut. Ich habe es ins Forum gepostet, und ins Tintenzirke-Forum, und in mein Livejournal, und hier schreibe ich es auch noch einmal rein, denn ich kann gar nicht genug Werbung machen: Garden of the Lost, die erste CD von Lord Landless ist endlich lieferbar!
Und kann über den Webshop von Edition Pegasus bestellt werden: http://www.filkshop.de/showitem/8/
Und wer sich wundert, was das mit mir zu tun hat? Ganz einfach: Die Links im Bild bin ich. Und das Bild ist das Plattencover…… Weiterlesen