Ganz expositioniert

Den Heyne-Wettbewerb habe ich wider Erwarten natürlich nicht gewonnen. Natürlich war ich geknickt, aber ich hatte damit gerechnet – hätte mich aber gerne positiv überraschen lassen, was das betrifft, und wenigstens unter den fünf Finalisten wäre ich gerne gelandet. Na ja, man kann nicht alles haben, und ich habe immerhin eine Agentur, das ist auch schon eine Menge wert. Zum einen sind die jetzt durchaus an der Spinnwebstadt interessiert – grundsätzlich, muß man sagen, denn sie haben noch keine Zeile davon zu lesen bekommen, denn als ich die Datei losschicken wollte, fiel mir noch ein übler logischer Bruch im fünften Kapitel ein, den ich unbedingt noch beheben muß. Für den Heyne-Wettbewerb war der ja egal, da habe ich nur die ersten hundert Seiten eingereicht, und der Fehler ist auf Seite 120 – aber für meine Agentur muß es dann schon etwas mehr sein, und etwas besser.

Ach ja, meine Agentur! Immer wieder schafft sie es, mich zu begeistern. Sie haben auf der Buchmesse in Leipzig mein Epos verschiedenen Verlagen vorgestellt (keine Details an dieser Stelle) und ich will nicht zuviel verraten, aber ich habe mich über die Reaktionen sehr gefreut. Aber es geht noch weiter! Was habe ich geklagt und gejammert bei dem Versuch, eine kurze! knackige! Inhaltsangabe für die Chroniken zu schreiben! Was bin ich dran verzweifelt! Und was ist das Ergebnis abartig lang geworden! Nun, aus diesem Material haben meine Agenten nun ein wundervolles Exposé gebastelt. Zu bewundern hier: Titelangebot der Agentur. Da gibt es auch meine Vita, zwischen all den anderen Exposés und Viten – ich fühle mich erhaben. Ernstgenommen, und ernstzunehmend. Und um diese Mühe zu belohnen, schreibe ich zur Zeit auch ganz fleißig, jeden Tag nach der Arbeit, mininum eine Seite. Eine Seite klingt nicht viel, ist aber nicht schlecht nach einem acht-Stunden-Tag und verglichen damit, wie mein Monatsschnitt in den vergangenen Jahren aussah…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.