Ein freier Platz

Heute ging mir dreierlei auf: Erstens, ich habe den T12 so gut wie gewonnen, und nur eine gute Stunde Arbeit trennt mich noch von meinem Ziel. Zweitens, mein Jahresziel für 2011 ist mehr als zwanzig Prozent höher, und das heißt auch, ich muß im Monat mehr leisten als jetzt. Natürlich, ich bin eingeschränkt in meiner kreativen Leistungsfähigkeit, weil ich noch unter den Nachwehen einer Psychose leide und erst langsam meine volle Kraft wieder entfalte. Und drittens, ich habe einen Platz frei. Damit meine ich, ich darf noch einen neuen Roman zu schreiben anfangen. Denn nicht nur habe ich meinen Nanowrimoroman fertiggestellt – was bedeutet, ich darf auch 2011 wieder am Nano teilnehmen und dafür ein neues Buch beginnen – sondern ich habe auch, schon im Oktober war das, Falkenwinter zuendegeschrieben. Und diesen Platz darf nun ab Januar ein neues Buch belegen.

Ich meine, ihr habt ja meine Liste der Werke in Arbeit gesehen – das reicht doch nie und nimmer für das kommende Jahr! Vor allem wenn auch noch die Gauklerinsel fertig wird… Also bin ich voller Vor- und Schaffensfreude. Ein neues Buch macht immer Spaß. Nur, was soll ich schreiben? Ich habe da drei Ideen im Hinter- bis Vorderkopf. Erster Kandidat: Das Haus der Puppen. Ich hätte es fast schon im letzten Nano geschrieben, wäre mir nicht der Geigerzähler dazwischengekommen. Ein geheimnisvolles Haus, gruselige Puppen, edwardianische Ära, Feen – ich hätte da schon Lust, das jetzt in Ruhe und ohne Zeitdruck anzugehen. Wäre da nicht noch…

Der Ruinensammler: Eine Idee, die ich im Harzurlaub hatte. Es gibt Brief- und Tagebuchromane, warum nicht in heutigen Zeiten auch einen Blogroman, komplett mit Kommentaren und Spam? Lydia hat ein Blog, in dem sie Leerstand dokumentiert, und reist mit ihrer Netbekanntschaft Robert durch den Harz, um Fotos zu machen und darüber zu bloggen. Aber Robert ist kein Mensch, sondern ein Geist, der die Gefühle einsammelt, die an den leerstehenden Häusern kleben, um damit seine Existenz zu verlängern… Und zuletzt ist da noch Wolken Schatten Spiegel Zeit, die Idee, die ich vor ein paar Wochen hier protokolliert habe, klassische Fantasy-Suspense mit viel Magie. Der Held hat jetzt einen Namen und heißt Kemo Toremba, aber sonst hat sich an dem Konzept noch nicht viel getan.

Also, was tun? Wie soll ich mich entscheiden? Mein Plan ist folgender: Ich schreibe sie alle drei. Und weil das dann doch ein bißchen viel ist, gehe ich so vor, daß ich erstmal für jedes Buch den Anfang schreibe. Dann stelle ich sie zusammen mit einem Konzeptapapier euch vor, meinen lieben treuen Bloglesern. Und gemeinsam entscheiden wir das, was am vielversprechendsten ist, und das schreibe ich dann. Also, ganz einfach, und schön interaktiv, was will man mehr? Puppen, Ruinen oder WSSZ – ihr habt die Wahl. Bleibt am Ball und wartet auf meine große Präsentation, irgendwann im Januar oder so. Ein freier Platz wartet auf Belegung!

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